Geschichte: Ostpreußen nicht vergessen

Renate Düpjohann hat ihre Erinnerungen an die Schrecken der Flucht und die Zeit als verstörtes Kind in der Nachkriegszeit festgehalten

Renate Düpjohann geborene Lauschke wurde 1938 in Eichhorn im Kreis Preußisch-Eylau geboren, einem Dorf südlich von Königsberg an der Straße zwischen den Städten Landsberg und Bartenstein. Hier verlebte sie bis zum Alter von sechs Jahren ihre Kindheit auf dem Bauernhof der Eltern. Ihre Erinnerungen hat die in Andernach am Rhein lebende Autorin in erstaunlicher Schärfe wie einen Schatz aufbewahrt.

Damit beginnt ihre Autobiographie mit dem Titel „Was wir am Leibe trugen. 1945, Flucht aus Ostpreußen. Verlorenes Paradies meiner Kindheit und das Leben danach“. Lebhaft erzählt sie von ihren Eltern und den drei Schwestern, von den Arbeiten auf dem Hof, den Festen und Feiern im Kreise der Verwandten, die sich regelmäßig in ihrem Heimatdorf einfanden, von ihrer Freundin und den geliebten Tieren. Trotz der Kriegszeit reihte sich für sie ein vollkommener Tag an den anderen. Von den Sorgen der Erwachsenen blieben die Kinder weitgehend unberührt. Die Ursache des plötzlichen Aufbruchs im eisigen Winter 1945 mit der verzweifelten Mutter und der ältesten Schwester im Auto verstand sie nicht.

Später erfuhr sie, dass die Russen einen Tag nach ihrer Flucht in Eichhorn eingerückt waren mit entsetzlichen Verwüstungen, Morden, Vergewaltigungen und Brandschatzung. Auf ihrem Fluchtweg nach Pillau mussten sie zu Fuß das zugefrorene Haff überqueren, während feindliche Flugzeuge die Flüchtenden beschossen und bombardierten. Mit einem überfüllten Schiff gelangten sie nach Rügenwalde in Pommern und von dort mit einem anderen Schiff über die Ostsee nach Swinemünde. Noch bevor der Frachter im Hafen anlegte, brach am 12. März 1945 das Inferno über die Stadt herein. Bei dem Borbardement wurde Swinemünde zum größten Teil zerstört. „Es war die Apokalypse.“ Düpjohann verlor kurz darauf in einem Berliner Flüchtlingslager ihre heiß geliebte Mutter, die plötzlich starb. Das verstörte Kind wurde nach einigen Monaten von seinen beiden Lieblingstanten in Bützow/Mecklenburg aufgenommen, die man über den Suchdienst des Roten Kreuzes ausfindig gemacht hatte.

In den folgenden Jahrzehnten hat Düpjohann mehrfach und in mancherlei Beziehung neu anfangen müssen. Ein kleines Stück ihres verlorenen Kindheitsparadieses bringen ihr bis heute die vielen Tiere zurück, für die sie sorgen konnte und mit denen sie zusammenleben durfte. Es ist ihr wichtig, dass Ostpreußen nicht vergessen wird.

Renate Düpjohann: „Was wir am Leibe trugen. 1945, Flucht aus Ostpreußen. Verlorenes Paradies meiner Kindheit und das Leben danach“, Verlag DeBehr, Radeberg 2023, broschiert, 165 Seiten, 11,95 Euro

… Der Marsch wurde zur Katastrophe. Kaum hatten wir einen Bombentrichter umgangen, vernahmen wir erneut die feindlichen Flugzeuge. Wir warfen uns aufs Eis, bis der Angriff vorüber war. Wo eben noch ein Pferdewagen gefahren war, klaffte jetzt ein riesiges Loch. Langsam versank ein Gespann nach dem anderen in dem gurgelnden Sog des Eiswassers… Unsere Mutter hatte vor dem Verlassen unseres Hofes jedem von uns einen Brustbeutel umgehängt, in dem sich eine kleine Geldsumme befand. Dieser Notgroschen war neben unserem Leben unser einziger Besitz… Die kleine Renate lebt mit ihrer Familie in Ostpreußen. Ihre Kindheit voller Glück endet jäh. Am Ende des 2. Weltkrieges flüchten Millionen nach Westen, der Tod ist ihr ständiger Begleiter, das Grauen des Krieges allgegenwärtig. Es gleicht einem Wunder, dass das 6-jährige Kind überlebt. Doch die geliebte Mama stirbt, der Vater ist in Kriegsgefangenschaft. Die erschütternde Autobiografie der Autorin Renate Düpjohann ist aktueller denn je.

Dagmar Jestrzemski

Ostpreußen nicht vergessen – Preußische Allgemeine Zeitung (paz.de)

 

5 Gedanken zu “Geschichte: Ostpreußen nicht vergessen


  1. Genau!
    Die deutsche Geschichte und die Vertreibung
    und Ermordung der Deutschen kommt immer
    viel zu kurz!
    Z.B. die tragische Versenkung der “Wilhelm Gustloff”,
    und die vorsätzliche Ermordung der Flüchtlinge
    darauf. Von der antideutschen Geschichtsschreibung
    werden unmenschlichste Kriegsverbrechen gegen
    die Deutschen dann immer als “Versehen” hingelogen.

     

  2. tkp schreibt zwar gute Artikel, behandelt
    seine Leser und Kommentatoren aber
    stiefmütterlich. Da ich meinen Kommentar
    nicht umsonst geschrieben haben will,
    sei hier dieser – fast hätte ich hier Denglish
    “off-topic” geschrieben, das war ja auch der
    Fehler des Führers, dass er immer glaubte,
    mit den Engländern gut auskommen zu
    können – Kommentar gestattet:
    .
    Die Idee, die militärische Situation aufzuarbeiten
    und GRAPHISCH darzustellen, ist SEHR GUT, bloss
    Sie haben dabei einige Unterlassungs-Fehler gemacht.

    Zunächst aber kann von einer “Pattsituation” nicht die
    Rede sein!

    Die US-Kräfte sind weitab von zuhause, ihre Gegner
    dagegen können aus eigenem(!) Territorium heraus
    operieren.

    Und wie Sie selber schreiben, Zitat:

    “Dazu verfügt der Iran wie Russland und China noch
    Hyperschallraketen, gegen die eine Abwehr schwierig
    bis unmöglich ist.”

    Angefangen hat alles mit der “Sunburn”-Rakete
    – russisch “Moskit” – , die als Anti-Schiffsrakete
    entwickelt wurde, und spätestens beim Einsatz von
    2 Stück davon einen 96.000 Bruttoregistertonnen
    US-Flugzeugträger auf Knopfdruck versenkt!

    Die berühmteste Militärzeitschrift der Welt
    “Jane´s Defense”, inzwischen “Jane´s Weekly”,
    sowie der amerikanische Militärexperte Rohrabacher
    nannten die “Sunburn” “die tödlichste Rakete der Welt”!

    Wissen Sie, wozu dies Mitte der 90er Jahre führte?
    Die USA wollten – und dies ist jetzt kein Scherz –
    wegen der “Sunburn” ihre gesamte(!)
    Flugzeugträgerflotte einmotten bzw. sogar verschrotten,
    weil ihre “Flugzeugträger wie auf dem Präsentierteller
    der Sunburn-Rakete ausgeliefert” seien, “gegen die
    es keine Abwehrmöglichkeit gibt”.

    Inzwischen ist die russische “Sunburn” längst an
    verbündete Länder wie China, Iran geliefert und von
    denen, aber auch von Russland selber sogar noch
    verbessert und auch für den Einsatz von Land oder
    Flugzeug [und U-Boot] aus, umgerüstet worden,
    z.B. die “Onyx”.
    Mit Indien machte Russland ein Joint-Venture und
    entwickelte die “Brahmos”. Das sind hochgefährliche
    und hocheffektive Waffen.

    Ich behaupte, solche Raketen werden demnächst bei
    taktischen Auseinandersetzungen entscheidend sein.
    Das haben die Medien nicht auf dem Radar, weil diese
    Waffen bisher fast nie zum Einsatz kamen.

    Aber wie kriegsentscheidend die sind, zeigte sich
    z.B. im Falklandkrieg, der um ein paar felsige Inseln
    geführt wurde. Fast jeder glaubte doch, die englische
    Seemacht sei den Argentiniern haushoch überlegen,
    die nur ein paar Schiffchen hatten.
    Aber die Argentinier hatten einige wenige französische
    “Exocet”-Raketen, die ausreichten, 2 englischen Schiffen
    die Arschkarte zu zeigen!
    Und die durchgeknallte Thatcher wurde ja dann deswegen
    abgewählt, weil “ihr” sinnloser Krieg soviele Opfer
    gefordert hatte.

    Die “Exocet” waren aber nur langsame Cruise-Missiles
    der ersten Stunde, die heutigen Anti-Schiffsraketen
    sind dagegen eine ganz andere Hausnummer.

    Mit anderen Worten, da die Situation inzwischen
    “Schluss mit lustig” ist, wenn diese Raketen zum
    Einsatz kommen, sehen wir versenkte Ami-Schiffe!

    Und auch der Iran hat genügend dieser Raketen.
    Falls sich also die Ami-Flotte zu Kriegszeiten dazu
    verirren sollte, in den Persischen Golf oder den
    Golf von Oman einzufahren, droht ihr die Versenkung
    durch diese “Sunburns” und Nachfolgetypen!
    Und da die iranische Küste gebirgig und felsig und
    von Höhlen durchzogen ist, sind diese iranischen
    Abschussorte auch ziemlich bombensicher gegen
    die Amis!

    Ein wichtiger Punkt, der in der Auflistung fehlt, sind
    die 6 chinesischen Militärschiffe, die vor einer Woche
    von Maskat, Oman, aus ins Mittelmeer beordert wurden.

    Man darf davon ausgehen, dass die nuklear bewaffnet
    sind. Bloss zum Spass fahren die Chinesen nicht in
    der Weltgeschichte herum und schon gar nicht
    demonstrativ in Krisengebiete!

    Was nirgendwo erwähnt wird und nirgends aufscheint,
    sind amerikanische U-Boote, aber da diese in der
    Regel Flugzeugträgerverbände begleiten, darf davon
    ausgegangen werden, dass diese auch im östlichen
    Mittelmeer vorhanden sind.
    Das Drohpotential ist also noch sehr viel grösser!
    Allerdings nützen den Amis ihre Atom-U-Boote, mit
    ihren strategischen Atom-Raketen nur dann was, wenn
    sie bereit sind, den Dritten Weltkrieg anzufangen,
    also z.B. auf Moskau zu feuern.

    Zitat:
    “Hoffen wir auf die verbliebenen Reste von Vernunft
    auf allen Seiten.”

    Das hört sich sehr edel an, hat aber mit der REALITÄT
    nichts zu tun. Israel betreibt seine Massaker an der
    palästinensischen Bevölkerung – mittlerweile sogar
    im West-Jordan-Land – weiter. DA HILFT NUR NOCH
    REINE MILITÄRISCHE GEWALT!
    Auch die Türkei hat eine Intervention angekündigt,
    wenn die Massaker nicht innerhalb 24 Stunden
    aufhören.

    Irlmaier: “Los geht´s bei de Juden und de Araber.
    Wenn sich im Mittelmeer feindliche Schiffsverbände
    gegenüberstehen.”

     

  3. Wissen Sie, was google für ein DRECK(!),
    für ein ZENSURDRECK(!) geworden ist?

    Ich gab in das Suchfenster ein:

    “oh geh tuat´s bei de Juden und Araber”

    Das ist ein Zitat von Irlmaier, es hätten also
    zahllose Hinweise auf Videos und Webseiten
    mit Irlmaier kommen müssen!

    Wissen Sie, was tatsächlich kam?

    Hinweise auf zahlreiche Seiten
    GEGEN ANTISEMITISMUS!!!!!!!!!

    Diese verschissene “Suchmaschine” sucht
    also gar nicht mehr wirklich – so wie früher
    als es hiess “1,415 Millionen Suchergebnisse
    in 0,17 Sekunden” – sondern diese
    DRECKSAU-“SUCHMASCHINE”

    …… bewertet(!) die im Suchbegriff eingegebenen
    Wörter und spuckt Belehrungen und erzieherische
    Massnahmen aus!

    Diesen DRECK könnt ihr zu 100 Prozent VERGESSEN!

    JEDE – aber wirklich JEDE andere Suchmaschine
    ist BESSER!

     

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