Geschichte: 18. Oktober 1830 – Grundsteinlegung für die Ruhmeshalle Walhalla.

In der Ruhmeshalle Walhalla, auch „Tempel deutscher Ehren“ genannt, werden seit 1842 bedeutende deutsche Männer und Frauen („Walhalla-Genossen“) sowie mit der Geschichte Deutschlands verbundene Persönlichkeiten durch Marmorbüsten und Gedenktafeln geehrt.

Deutschland war im 19. Jahrhundert gespalten und größtenteils durch Napoleon besetzt. Ludwig I., König von Bayern, ein deutscher Patriot, ließ die Walhalla neben der Befreiungshalle zu Kehlheim erbauen, um das deutsche Vaterland zu ehren.

Schon als Kronprinz kam Ludwig I. 1807 auf die Idee, für alle großen Deutschen einen Ehrentempel zu errichten, und die ersten Büsten wurden schon in den Jahren 1807 bis 1812 erstellt. Bei seinem Regierungsantritt 1825 waren bereits 60 Büsten „rühmlich ausgezeichneter Teutscher“ vollendet. Vom Bauauftrag bis zur Vollendung der Walhalla vergingen 26 Jahre.

Nur „Teutscher Zunge zu seyn, wird erfordert, um Walhallas Genosse werden zu können“, so Ludwig, denn die Sprache „ist das große Band, das verbindet, wäre jedes andere gleich zernichtet; in der Sprache währt geistiger Zusammenhang.“

Am 18. Oktober 1842, dem 29. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig, eröffnete Ludwig I. den Bau mit folgenden Worten:

Mögen so wie diese Steine sich zusammenfügen, alle Teutschen kräftig zusammenhalten. … Möchte Walhalla förderlich seyn der Erstarkung und der Vermehrung teutschen Sinnes! Möchten alle Teutschen, welchen Stammes sie auch seyen, immer fühlen, daß sie gemeinsames Vaterland haben, ein Vaterland, auf das sie stolz seyn können. Und Jeder trage bei, soviel er vermag, zu dessen Verherrlichung!”

 

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